knopfloch

ich hole die scheren, die klirren beim schnippeln.

und, wenn die vergangenheit klopft, dann schneide ich geschwind

die fäden durch. klipp klapp, klirrendes, wippen im scharfen auf und ab.

und du kommst an, und sagst, du magst meinen schweren kontrast,

und ich sag, ach, wenn du wüsstest, welche last, das leicht sein erst mit sich

bringt, weil es zwischen den schweren seiten im außen, rinnt, ohne

manchmal gesehen zu werden.

und du kommst an und sagst, du magst, das ich nach leichtigkeit haste,

und das ich mit ihr wurstel, als wär sie ne paste zum auftragen,

wie lippenstift.

doch nicht jedem steht rot, ganz gewiss.

ich friemel in meinen kleinen kästchen mit garn und mit lippenstiften gefüllt.

das make up fällt zu boden, wenn die haut rosig quillt.

doch, die liebe, macht mich rasend und müde und fröhlich und glücklich

und leibselig da.

und die mysterie in allem, wohl wissend auf reisen zu sein,

wie in einem theaterstück ohne spieler,

wie verschollene grenzen absichtlich zu suchen,

wie urlaub der seele auf das leben buchen,

ach wie viel und wie wenig doch alles bereithält.

juljotte

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