Mit Jodi im Bauwagen Tibby und Tabby mit den Fläschchen füttern. Und die rauen Katzenzungen kribbeln an den Fingern. Aber die Katzen stinken schon wieder. Oder das Kribbeln der Knisterschokolade die im Ohr Funken erzeugt, während wir im Bauwagen hocken, auf die endlosen Wiesen und Felder gaffen und die Tiere ausbüchsen. Mit Jodi blaue Flecke sammeln, weil Pongo uns wild hörnert und ihn trotzdem vor dem Schlachter beschützen. Mit Jodi auf einer sonnenbeschienenen Kuhkoppel in voller Idylle stehen im knallroten Kleid und plötzlich die Bullen entdecken. Die Unheimlichkeit auf dem Dachboden, alle Schrecksekunden dort. Die Weiche des goldenen Strohs. Eingekleidet in gemahlene Körner. Die Briefe im Putzkasten verstecken mit unseren vielen Fantasienamen und Storys. Mit den Schafen durchs Dorf laufen. Charakter der Tiere entdecken. Sich gemeinsam ein Pferd wuenschen (kitschattacke) und dann in einer Annonce einen Esel ergattern. Jodi war einfach das beste Mittel zur Entzerrung, was mir in meiner Kindheit passieren konnte. Und wo bin ich heute? Zwischen Häusern und Gassen. Läden und Abgasen. Besorgungen machen. Das is so verdrehte Welt. Dann guck ich märchen wie früher im Winter, weils so schnell dunkel wird. Ohne scheiß? Die kommunizieren dort alle mit ihrer Umwelt. Mach ich auch. Auf der straße. Hunde in ketten, die viel mehr vibe haben als jeder Mensch daneben. Die Natur hat und haette die Kraft die Dinge wieder zu entzerren, wenn wir sie zulassen. Juljotte

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