April 13

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Jumbo fragt Robin „Kannst du bitte deine Augen zu machen? Sonst kann ich meinen Job nicht ausführen, weißt du?!

Robin lässt die Augen natürlich offen. Kichert. „Wir haben gerade abgemacht ich streichel dich mit meinem Elefantenrüssel in den Schlaf, WENN du die Äuglein schließt. Ich bin genervt. Ich glaube ich hänge meinen Job an den Nagel und haue ab.“, spricht Jumbo laut aus, obwohl er sowas lieber nicht sagen würde. Robin bricht in Lachen aus.

„Und dann wundern sich die Menschen immer, warum Kuscheltiere sich tot stellen und schweigen.“, plappert Jumbo vor sich hin. „Das geht mir voll gegen meine eine Kuscheltierehre.“

„Eine?“, fragt Robin. „Du hast hundert.“, fügt er an.

„Was? Du meinst ich habe 100 Kuscheltierehren?“, fragt Jumbo. „Mh, kann schon sein. Damals als deine Mama mich bekommen hat, naja, du kennst das ja, sie konnte entweder nicht einschlafen, weil sie alleine war, ooooder,

sie hat sich beim Mittagsschlaf rausgeschlichen als ihre Mitmenschen schon fast das Nickerchen hielten. Die waren aber nur so halb eingeschlafen, also blieb ich und konnte nicht weg, obwohl ich Luise schon gerne hinterhergebrüllt hätte: Das geht mir auf die Kuscheltierehre! Aber dann wäre Opa Eddi wach geworden.

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Juljotte

April 3

Guckloch

Schleife an deinem Leben, als wäre es eine Skulptur, denn es wurde dir

als diese geschenkt und gegeben, sagte er zu mir.

Ich stehe obenauf dem Flur vor meiner angelehnten Tür,

und laufe die Treppe runter, in den Wald in den Flur.

Hier ist mein Atelier. Daneben der See.

Juljotte

März 27

Kinder-Konfetti-Gebet

Kinder machen von alles Momentaufnahmen und dann werden sie zum lebendigen Fotoalbum und spielen damit. Sie sind größer als wir uns selber fassen können.

Kinder würden auch alle Scheiße annehmen und sie zu Konfetti verarbeiten. Weil sie das Können. Sie können so tief ahnen, was dahinter steckt. Sie sind bedingungslos und frei und zum neu formen bereit. Sie sind so sehr Künstler. Ich beneide sie.

Juljotte

März 21

Man liebt ja trotzdem

Außerhalb von perfekt gab es mich nicht. Deshalb gab es mich so oft einfach nie.

Ich kam mir vor wie ein getrenstes und gesatteltes Pferd. Alles, wollten sie mit mir machen, wie es ihnen passte. Sie setzten jeden erdenklichen Menschen auf meinen Rücken, sollte ich mal eben die Verantwortung tragen, egal wie alt ich gerade war. Und, falls ich nicht in Richtung Untergang mitlaufen wollte und meinen Mund öffnete, wurde ich an der Trense zur Seite gezogen und wir liefen wieder Richtung Ödland.

Natürlich ist das kein Zustand. Wenn man perfekt ist, befindet man sich schätzungsweise nur zu 10 Prozent am Leben. Dabei gibt es das allgemein Perfekte nicht. Denn was ist schon perfekt? Ein äußerst subjektiver Zustand, jeder wird dir was anderes sagen, weshalb du zu den 10 Prozent, die du am Leben bist, noch einen übelsten Spießrutenlauf hinlegst. Jede Investition wird zur „Fehl“-Investition. Du nährst den Mangel auf eine ganz beschissene Weise. Ist aber gesellschaftlich voll akzeptiert, willkommen im doppelten Gefängnis. Die Welt sichert alles ab, auch die Scheiße wird dir 2 Mal geliefert. Wenn du beim 2.Mal dagegen vorgehst, bist du wieder frei. Meint das nicht auch der holde Spruch „aus Fehlern lernen“, anstatt sich zu ärgern, zu sehen, was einem „fehlt“. Und sich zu entwickeln, indem zugelassen wird, was einem fehlt.

Heute weiß ich, klar ist es schmerzlich nicht auf diese eine Art und Weise geliebt zu werden, die man sich gerade in der Welt vorstellt. Aber eine perfekte Liebe ist eben auch nur vorgegaukelt.

Dann lieber die Liebe so nehmen, wie sie ist. Auch, wenn das Bilderbuch anderer Meinung ist. Es muss nicht so sein wie wir es uns vorstellen, und darf trotzdem so sein wie es eben ist. Auch, wenn uns das huckelig und langatmig und abgeknipst und ineinander und auseinandergesteckt vorkommt. Auch, wenn du denkst, es könnte irgendwann nicht mehr ausreichen. Oder du wärest nur ein Sale-Angebot. Die Liebe und das Leben sind rauer als wir vermutet haben, aber das sind vielleicht die Huckel, die es zum Wachsein braucht.

Juljotte

März 9

transparentpapier

wochenlang lese ich keine post, mache ich dinge zeitversetzt, wie z.b. kaputte geräte reparieren. es hat alles seine zeit- denke ich nur wir menschen sind so doof und verschieben sie- nach vorn- immer schneller wollen wir die zeit rattern sehen,

als wär die zeit unser hamster und wir nur noch die ollen gitter aus silber die das hamsterrad halten.

dann denk ich wieder-einmal richtig angucken- in die augen, die funkeln, das geht auch mit maske- und das verzerrt so viel wieder

in die ruhe- und gibt halt- den halt, in sich zu gehen und dort nachzusehen-

nach dem glück, das auf einen wartet. die zeit, sie ist unser transparentpapier geworden, bis wir die uhr verloren, aufhören die schweren dinge zu zählen und anfangen, das einfache leben zu wählen.

juljotte

musikempfehlung: Chill Lo-fi Hip-Hop Beats FREE | Lofi Hip Hop Chillhop Music Mix | GEMN

mit homer simpson als bild

März 4

voll mit bunten

ruhig, wie ein fels, wie ein stein,

ein glitzerndes auge,

lacht in mich hinein,

will ja sagen

und genauso viel

nein,

bis es sich manchmal ergibt,

den leuten, die dazwischen

noch viel mehr

ruhe fischen,

und die augen funkeln,

als wär die welt voll

mit diesen bunten momenten,

von denen immer alle reden.

juljotte